

diana.gumz@web.de
Knooper Weg 98
24103 Kiel
dianagumz.art
Juli. Im Ernst? Und es gibt so viel zu erzählen. Aber von vorn:
Es war lange still um mich. Und diese Pause brauchte ich auch, um wieder bei mir anzukommen. Scheidung, Umzug, Neustart, .... so viele Dinge waren zu regeln und eben auch zu machen. Ein Zuhause zu verlassen nach 18 Jahren war nicht ganz einfach. Die Schlüssel den neuen Eigentümern zu übergeben auch nicht. Das neue Zuhause ist ein wundervoller Ort für uns geworden. Aber er ist eben auch ein Rohdiamant, an dem es viele Ecken zu schleifen gibt. Wir haben Böden geschliffen und gespachtelt, Küchenschränke aufgebaut, tapeziert und gestrichen, Lampen angebracht, Teppich verlegt. Alles in allem sind wir über uns hinausgewachsen. Dank der Hilfe von Freundinnen und coolen Jungs vom Umzugsunternehmen fanden schnell alle Dinge ihren Platz. Aber den mussten wir auch finden. Alles war neu. Ich brauchte eine Weile. Und als es endlich ruhig um mich wurde, die Anspannung abfiel, merkte ich, dass all meine Energiereserven aufgebraucht waren. Ich war zwar froh darüber, dass nun endlich alles so war, wie es sein sollte. Aber ich war einfach erledigt, mein Akku war leer. Nach und nach haben wir uns in einem neuen Alltag zurechtgefunden und jeder seinen Platz eingenommen. Es ist schön. Schön hier an diesem Ort zu sein und schön diesen mit meinen Kindern zusammen erleben zu können.
Das Atelier hat in dieser Zeit leider etwas unter meiner Abwesenheit gelitten. Aber da konnte ich schnell wieder andocken. Es ist einfach genau der Ort, an dem ich arbeiten und wirken möchte. herzensART hat sich als Kurs etabliert und läuft an 2 Tagen die Woche. Das freut mich riesig. Denn es ist ein Herzensprojekt von mir. Die anderen Kurse und Workshops liefen jetzt bis zum Sommer. Nach den Ferien wird sich auch hier Einiges ändern.Veränderung steht irgendwie überall an. Das betrifft nicht nur die Kurse. Es betrifft auch das Atelier. Es ist Zeit weiter zu gehen, alles dem anzupassen, was es jetzt ist oder geworden ist. So bekommen die Wände neue Farbe, neue Regale ziehen ein, Dinge werden neu sortiert. Es wird klarer. Und genau das brauche ich gerade.
Klarheit habe ich gerade in den letzten Wochen auch bekommen, was meine Ausrichtung angeht. Es haben sich einige Möglichkeiten ergeben in der Zwischenzeit. Aber nicht alle gehören zu mir. So werde ich nach den Ferien nicht das Freizeitprogramm an einem Internat übernehmen, obwohl es erst so verlockend klang. Ich bin aus dem Kunstverein ausgetreten, weil ich mich dort nicht mehr wiederfinden konnte. Ich habe klar formuliert, in welcher Form ich meine Bilder ausstellen möchte und in welcher eben nicht mehr. Es fühlt sich gut an, wieder klarer zu sein.
Aus all dem, was ich erlebt habe, aus all dem, was mich verletzt hat, kann ich heute neue Energie gewinnen. Denn ich habe das alles hinbekommen. Ich war mutig und ich habe daran geglaubt, dass es richtig ist. Ich bin stolz auf mich und meine Kinder. Zusammen sind wir ein gutes Team.
Vor Kurzem habe ich mit meiner lieben Freundin Christina eine Ausstellung in Karlsruhe zum Thema "in Verbindung sein" gehabt. Wir haben mit unseren Werken den Rahmen für das Jubiläum des Frauenhauses (40 Jahre) gestaltet und dann noch ein paar Tage eine Gemeinschaftsausstellung dort gemacht. Wir hatten uns ein Thema erarbeitet, dass diese Tage sehr präsent sein sollte. Und nun schließt sich auch der Kreis zum Titel dieses Artikels. Wir haben Wunderpunkte gestaltet, jede für sich. Und dann haben wir Karten, Button und Aufkleber mit dem Schriftzug "Wunderpunkt" verteilt, um die Interessenten genau mit diesem zu konfrontieren. Ist es für dich der wunde Punkt oder der Wunderpunkt. Für mich ist ganz klar, dass wenn wir uns unserer Wunden bewusst werden, wenn wir uns ehrlich dem stellen, was wir an Verletzungen erfahren und erlebt haben, dann haben wir die Chance das zu transformieren und zu heilen. Dann können wir diese Dinge loslassen und nach vorn gehen. Das fühlt sich oft wie ein Wunder an, denn oft können wir uns genau das gar nicht vorstellen. Wenn aus Wunden Wunder werden.